Die Spielkarten

INHALT UND AUFBAU DES SPIELERISCHEN EPOCHENBILDES DER NAPOLEONISCHEN ZEIT

Die Zeit Napoleons zwischen 1798 und 1815 ist einerseits von bedeutenden politisch-sozialen Umbrüchen, revolutionären Ideen und Reformen, dem Aufkommen der Nationalbewegung sowie verheerenden Kriegen geprägt, andererseits zeugt sie aber auch von einem nicht zuletzt bürgerlich geprägten romantisch-klassizistischen Kunst- und Kultursinn sowie aufstrebenden und teilweise neuen Wissenschaften.
Napoleon Bonaparte wirkt dabei wie ein Sinnbild für etwas, was man wenig später modern nennen wird, was das alte Europa erschütterte, erschreckte, aber auch begeisterte. Sein Name drückte einer ganzen Epoche seinen historischen Stempel auf.

Da Rommé aus relativ vielen Karten besteht, lies sich damit das Thema so vielschichtig gliedern.

Als Anlehnung für die Bildmotive bzw. Symboliken der Zahlenkarten diente das Ordnungssystem des Tarot. Gleichzeitig ist „Rommé Bonaparte“ als eine universelle Geschichte einer ganzen Epoche angelegt.

Mit zeitloser Eleganz und viel Liebe zum Detail laden 55 Kartenmotive den Betrachter zu einer bunten Erkundungsreise ins Europa zu Zeiten Napoleons I. ein.

Die Motive versuchen, große historische Ereignisse mit kleinen privaten Episoden und universellen Symbolmotiven des Zeitgeistes zu kombinieren. Die Bilder sind von ausdrucksstarken Figuren, charakteristischen Kostümen, eindrücklichen Szenerien und hintergründig symbolischen Miniaturen geprägt. Daraus entsteht ein Reigen verschiedener archetypischer Versatzstücke und Assoziationen, die sich erst zu lauter kleinen Geschichten und dann in einem großen Bogen zu einer ganzen Epoche zusammenfügen. Besagter Namensgeber des Spiels schwebt dabei wie ein Schatten über den Ereignissen. So ist ein lehrreiches und vielschichtiges geschichtliches Arrangement, gepaart mit Phantasie und Spielfreude, entstanden.